Kooperation – ein modernes Instrument der Wissensakquisition

Kooperation
Wer heute Anschluss halten will, muss sich nicht nur mit den neuen Technologien auskennen. Er muss vor allem in der Lage sein, das unterschiedliche Wissen in den Köpfen der Mitarbeitenden intelligent zu vernetzen.
Breite und Tiefe des Wissens, die für die Entwicklung und Vermarktung erfolgreicher Produkte und Dienstleistungen notwendig sind, haben rapide zugenommen. Dies zwingt Unternehmen speziell in Innovationsprozessen, mehr miteinander zu kooperieren. So können die Unternehmen flexibel, mit geteilten Kosten und geteiltem Risiko auf die deutlich gestiegenen Wissens- und Geschwindigkeitsanforderungen der globalen Märkte reagieren. Kooperation gerät zum modernen Instrument der Wissensakquisition.
Aber wie zapft man die Wissensquellen intern und unternehmensübergreifend clever an? Dass das nicht nur eine Frage der Implementierung von Web 2.0-Technologien ist, wissen inzwischen auch schon Laien. High-Tech muss ergänzt werden durch High-Soz, um die neuen Produktivitätspotenziale wirksam zu machen.
Unternehmer und Verantwortliche auf die speziellen Anforderungen der Wissensarbeit in innovationsintensiven Märkten vorzubereiten, dies ist das Ziel der Veranstaltungsreihe “wissen – macht – wertschöpfung” von Hans-Werner Schönell.

Hans Werner Schönell
Der Münchener Strategiecoach für Wissensarbeiter lädt am 7. Mai 2010 wieder Personaler, Personalentwickler, Verantwortliche für Talent- und Wissensmanagement, sowie interessierte Führungskräfte zu einem Fachdialog ein. Schon die erste Veranstaltung dieser Reihe im Januar 2010 zeigte deutlich: Es gibt eine Menge Gesprächs- und Informationsbedarf, der die schwer verständlichen wissenschaftlichen Ausführungen der Fachleute zum Thema Wissensmanagement und Wissensbilanzierung potenziellen Anwendern allgemein verständlicher macht und den Interessenten eine Möglichkeit bietet, selbst Gedanken, Meinungen, Vorbehalte, aber auch Ideen und Wünsche zu äußern.
Beziehungskapital – Erfolgskapital – Beziehungspotenzial
Die Kunden möchten sich beraten lassen, wie ihre Bedürfnisse am besten erfüllt werden können. Denn Produkte und Dienstleistungen ohne einen echten Mehrwert für den Kunden sind am anfälligsten für den Verlust von Kunden und damit auch für den Verlust von Beziehungskapital. Wer mehr erreichen möchte, muss den Kunden bessere Angebote machen! Nur so erreichen neue Projekte auch ein neues Ausmaß an Beziehungskapital, dass durchaus geeignet ist, ohne größeren Kapitaleinsatz auch neue oder höhere Umsätze zu generieren.Doch immer noch ist es eine unumstößliche Tatsache, dass die Kosten und der Aufwand für die Neukundengewinnung meist deutlich höher sind als die Kosten für die Kundenbindung. Deshalb ist eines der wichtigsten Wirtschaftsgüter das Beziehungskapital. Das Beziehungskapital kann mit dem Seneca System analysiert und das kumulative Vertrauen, Erfahrung und Wissen darüber, was den Kern einer Beziehung zu Ihrem Produkt und Trend zwischen Unternehmen und dem Kunden bilden kann, differenziert und nachvollziehbar dargestellt werden.
Wo ist das Wissen?
Wissen ist für ein Unternehmen nur relevant, wenn letztendlich ein Nutzen erzielt wird, der die Investitionen in Wissensmanagement rechtfertigt. Der Nutzen von Wissen liegt im schnelleren und/oder effizienteren Lösen von Problemen. Und um das notwendige Wissen zur Problemlösung bereit zu haben, bedarf es des Managements von Wissen genauso wie dem Management von Lernen.
Menschliches Wissen kann in zwei Kategorien klassifiziert werden: In explizites Wissen und in implizites Wissen. Explizites Wissen ist z.B. vorhanden in Textdokumenten, Datenbanken etc. und ist beschreibbares oder zu artikulierendes Wissen. Implizites Wissen ist sprachlich nicht formulierbar. Es besteht aus Erfahrungswissen, Erinnerungen, Überzeugungen oder Werten.
Zitat (Herbst, 2000, S. 12) – “Wissen, Probleme und Lösungen hängen eng zusammen: Will ein Mitarbeiter ein Ziel erreichen, kann ein Problem dadurch entstehen, dass ihm das erforderliche Wissen fehlt. Kann er sich dieses fehlende Wissen aneignen, kann er sein Problem lösen. Das Aneignen von Wissen heißt lernen.”
- Fragen zum Thema Wissensmanagement
- Verständlichkeit des Modells
- Verifizierung bzw. Falsifizierung der Hypothesen
- Praxistauglichkeit des Modells und der dadurch vorgegebenen Vorgangsweise
- Einschätzung der Akzeptanz beim Management
- Verbesserungsvorschläge
Auch in Unternehmen, in denen Wissensmanagement kein Thema ist, wird Wissen intern weitergegeben und ausgetauscht. Dies passiert über Kommunikation in Form von Gesprächen. Diese Kommunikation bedarf allerdings eines großen persönlichen Netzwerkes jedes Mitarbeiters im Unternehmen, langjähriger Erfahrung, und hohe Kommunikationsfähigkeit.
Der Erfolg dieser Netzwerke hängt allerdings von Zufälligkeiten ab.
Für erfolgreiches Wissensmanagement ist es notwendig, den Aufbau von informellen Netzwerken mit geeigneten Maßnahmen zu initiieren und zu fördern, und somit jedem Mitarbeiter und jeder Mitarbeiterin die Möglichkeit zu geben, am Wissen des Unternehmens partizipieren zu können.
Dazu müssen sie aber wissen wo das Wissen ist! – welches Wissen von wem, wo in einer Organisation, in welcher Form vorliegt es vor. Es herauszufinden wo im Unternehmen erfolgskritisches Wissen vorliegt und welcher Wissensträger dieses innehat.
Eine Wissenslandkarte weist den vermuteten Weg zum Wissen, enthält aber keine Wissensinhalte als solche.
Das Seneca Modul für Wissensmanagement gibt unglaubliche Möglichkeiten für das Wissensmanagement in Unternehmen, und kann auch sehr unterschiedlich genutzt werden. Zitat aus (Herbst; 2000; S 23) : “Wissensmanagement ist ein Mittel, um die Unternehmensziele besser und schneller erreichen zu können – und kein Selbstzweck “.
Der Mitarbeiter, in der Organisation und auf Ebene der technologischen Unterstützung. Das Ziel ist es, unter Einbeziehung aller Ebenen eine “Wissens Organisation zu schaffen. Für die Kompetenzen der einzelnen Mitarbeiter Grundlage einer lernenden, intelligenten Organisation. Seneca ist hier die Technologie für eine zentrale Basis, der die Organisation technologisch Unterstützt und ihrer Operationsweise angepasst ist.
Wissensbilanz am Wissensmarkt

Wissensmarkt
Klar gestellt werden muss daher, dass jeweils nur gemanagt (sprich “geführt” und damit geleitet) werden kann, was auch wirklich vorhanden ist. Bezug nehmend auf das Wissensmanagement bedeutet dies, dass nur vorhandenes Wissen gemanagt werden kann. Allerdings ist Wissen kein statisches Faktum sondern ein dynamischer Prozess. Derzeit, so wird geschätzt, verdoppelt sich das Wissen der Menschheit in etwa alle vier Jahre. Dieser immense Wissenszuwachs betrifft nicht nur die Menschheit als Ganzes sondern auch einzelne Individuen, Gruppen und Gesellschaften in unterschiedlicher Ausprägung. Um den dynamischen Faktor Wissen gezielt und professionell zu managen bedarf es schlussfolgernd auch dynamischer Instrumente, die in der Lage sind, Veränderungen auf dem Wissensmarkt zu erfassen, zu vergleichen, auszuwerten und vor allem auch qualifiziert zu bewerten. Nur die konsequente Anwendung der neuesten Methoden der Wissensbilanzierung macht Wissensmanagement erst möglich und sinnvoll.
Für das Wissensmanagement wird damit die Aufgabe eigentlich schon klar, führt dann aber doch zu weiteren Irrungen und Wirrungen insbesondere was die Anwendung der verschiedensten Wissensbilanzierungsmodelle betrifft. Wen oder was soll das Wissensmanagement, der Wissensmanager “an der Hand führen”? Wohin geht der Weg und wer bestimmt die Richtung? Klar sollte sein, dass im Bereich des Wissensmanagements Wissen gemanagt, sprich geleitet wird. Dass sich Wissen bei Menschen versammelt und auch das hinterlegte Wissen der Generationen in Wort, Schrift, Bild und anderen Medien dazu gehört muss ebenso sicher definiert sein und deutlich gesagt werden wie die Tatsache, dass nur konkret vorhandenes Wissen gemanagt werden kann. Das Wissen im Allgemeinen ist jedoch die Beschreibung eines Zustandes oder von Werten, die einzelne Menschen in der heutigen Zeit keinesfalls mehr auf sich selbst in der gesamten Breite bündeln können. Die Fokussierung auf einzelne Ausschnitte des Wissens erscheint erforderlich. Das setzt jedoch voraus, das je nach dem speziellen Blickwinkel von Unternehmen und Organisationen auch klar gemacht werden muss, um welches Wissen worüber es sich eigentlich handelt. Das gesamte Wissen der Menschheit managen zu wollen ist
Wissensbilanz 2.0 (seneca) vs. Wissensbilanz Leitfaden 2.0 (Fraunhofer IPK)
Seit dem das ICC Team um Profs. Koch, Lindner und S. Özcelik mit der neuen Wissensbilanz 2.0 unter dem Produktnamen seneca eine völlig neue Methode zur monetären Bewertung immaterieller Werte vorgestellt hat, kommt es zu Verwechslungen mit dem “Wissensbilanz Leitfaden 2.0″ der Fraunhofer IPK. Dabei haben diese beiden Methoden nur den Namen gemeinsam.

Wissensbilanz T-konto
Mehr noch, der Wibi Leitfaden der Fraunhofer IPK stellt in seiner Version 2.0 nur eine Überarbeitung und Klärung des schon 2004 vorgestellten Leitfadens 1.0 dar. Im Kern ist die “Wissensbilanz Made in Germany”, wie sie auch genannt wird, weitgehend unverändert geblieben.
Im Gegensatz dazu hat sich die seneca Software das “2.0″ im Namen wirklich verdient. Schließlich bietet die Wissensbilanz 2.0 nun endlich belastbare monetäre Bewertungen für das Intellectual Capital, während die “Wissensbilanz Made in Germany” auch nach dem Leitfaden 2.0 ausschließlich mit Indikatoren arbeitet.
Als Strategieanalyse und Kommunikationsprozess ist die “Wissensbilanz Made in Germany” auch weiterhin ein wertvolles Werkzeug, eine Wissensbilanz im Sinne eines Unternehmes liefert nur seneca.
Stefan Weiß, FUTURELAB





















