Eine Wissensbilanz ist die systematische Inventur von Wissen und der Aktivitäten zu seiner Entwicklung, Verwaltung und Verwertung.
Sie erfasst
- Humankapital
… Eigenschaften und Qualifikationen der Mitarbeiter. z.B. Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kompetenzen, Motivation - Strukturkapital
… Strukturen zur Durchführung der Geschäftstätigkeit. z.B. Prozesse, Infrastruktur, F&E, Wissenstransfer, Kultur - Beziehungskapital
… Beziehungen zu Prozessen, externen Gruppen und Personen. z.B. Beziehungen zu Kunden, Lieferanten, Partnern, Share/Stakeholdern, externe Engagement, Image
Die Wissensbilanz wird zum zentralen Instrument aller Führungskräfte
Wissensbilanzen sind
- in Österreich für Hochschulen gesetzlich vorgeschrieben,
- noch nicht standardisiert,
- ein Werkzeug für die Zukunft der Gesellschaft,
- schaffen Transparenz für das Management und
Wissensbilanzen werden Standards für
- Personalstrategie,
- Unternehmensentwicklung,
- M&A,
- Basel II,
- Mitarbeiter- und Organisationsentwicklung
Die Wissensbilanz 2.0
Betriebswirtschaftliche Standards und ein reibungsloses Zusammenspiel mit dem Controlling erfordern, dass die Wissensbilanz eine echte Bilanz wird!
Wissensbilanz unterscheidet sich von…
- Finanzbilanz
- Vermögen entspricht den Wissensressourcen des Unternehmens
- Kapital entspricht nicht dem Humankapital
- Investition entspricht dem, was das Unternehmen unternommen hat, um die Wissensressourcen zu stärken
- Rentabilität entspricht dem Nutzen, der durch die Stärkung der Wissensressourcen entstanden ist
- Wissensmanagement
- Wissen kann nur gemanagt werden, wenn man weiß, was man weiß und was man nicht weiß, Voraussetzung dazu ist eine Wissensbilanz. Die WiBi ist ein Steuerungsinstrument
- im Unterschied zu BSC
- Die Wissensbilanz fokussiert die Erfassung und Bewertung des intellektuellen Kapitals, dessen strategische Entwicklung und dessen externe Kommunikation
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